Grundsteinlegung zum künftigen Elisabeth-Hospiz ist erfolgt
Im Herbst 2027 ist die Eröffnung des Hospizes in Dillenburg geplant.
Trotz Eisregen, Schnee und Kälte ließen es sich die Teilnehmer nicht nehmen und nahmen mitunter weiter Wege auf sich, um bei der feierlichen Grundsteinlegung zum künftigen Elisabeth-Hospiz dabei zu sein.
Neben Architekten, Planern und Handwerkern waren Vertreter des Bistums Limburg, des Diözesancaritasverbandes Limburg, der Josefs-Gesellschaft, den Kirchengemeinden, der Stadt und des Landkreises, der Fördervereine und auch Bewohner und Mitarbeiter aus dem benachbarten Seniorenheim Haus Elisabeth vertreten.
Mitgewirkt haben auch die Sängerin und Liedermacherin Jördis Tielsch und der ZDF-WISO-Moderator Marcus Niehaves, die die Schirmherrschaft über das Elisabeth-Hospiz ausüben. Der dritte Schirmherr, der langjährige hessische Ministerpräsident Dr. Volker Bouffier, war zwar zur Teilnahme verhindert, ließ aber Grüße ausrichten. Die Feier begann mit einem ökumenischen Gottesdienst, welchen die Seelsorgerin der Josefs-Gesellschaft Mechthild Neuendorff zusammen mit Maria Horsel als Regionalleiterin des Bistums Limburg und Pfarrerin Birgit Knöbel-de Felice aus der evangelischen Kirchengemeinde zelebrierten. Die musikalische Begleitung erfolgte durch Jördis Tielsch, die zwei bewegende Lieder mit Gitarre und ein Instrumentalstück mit Violine darbot.
Peter Bittermann begrüßte als Geschäftsführer des Haus Elisabeth alle Gäste und moderierte die Feier. Er erklärte den Gästen die vielzähligen Symbole und Rituale, welche mit der Grundsteinlegung verbunden sind: „Der eben gefeierte Gottesdienst ist ein solches Symbol, auch die kupferne Zeitkapsel, die wir heute mit besonderen Gegenständen befüllen, insbesondere die Grundsteinurkunde, und abschließend dieHammerschläge auf den gesetzten Grundstein, alles Symbole, mit denen wir unsere Gebete und guten Wünsche ausdrücken, für das Gelingen des Gebäudes und vor allem, dass es in guter und würdiger Weise seinen Zweck erfüllen wird, den Menschen zu dienen.“
Für den Vorstand der Josefs-Gesellschaft erläuterte Andreas Rieß, dass Beton und Stahl nur die äußere Hülle des Hospizes seien, „das Wesentliche entsteht aber aus Haltung und Engagement. Aus Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen! Das Elisabeth-Hospiz wird ein Ort sein, an dem Menschen nicht gefragt werden, wie viel Zeit ihnen bleibt, sondern erfahren, dass diese Zeit wertvoll ist!“
Die Kreisbeigeordnete des Lahn-Dill-Kreises, Dr. Rebekka Neuburger-Hees erinnerte daran, dass es kein Zufall sei, dass der erste Artikel unseres Grundgesetzes auf die Unantastbarkeit der menschlichen Würde hinweist und wie wichtig es gerade in unserer heutigen Zeit sei, dieser wichtigen sozialen Einrichtung einen Ort zu schaffen, an dem die Würde des Menschen, im Mittelpunkt stehe.
Für den Förderverein Hospiz Herborn-Dillenburg e. V. berichtete dessen Vorsitzender Hartmut Uebach von der langjährigen Entwicklung der Hospizarbeit in unserer Region und überreichte eine Spende in Höhe von 20.000 Euro zum Bau des Hospizes.